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Sie nennen mich Panzerknacker  (Tage des Jammers ;-)) Verfasst: Sonntag, den 22. November 2009 21:54

So entstehen also Gerüchte! Zufällig und in keinster Weise beabsichtigt stellt man irgendetwas an und schon wird man als kriminelles Subjekt hingestellt, tss!

Gestern hatte ich es irgendwie vollbracht, beim Aufschließen meiner Kassenschublade den Schlüssel abzubrechen (natürlich war der schon uralt und auch schon vorher total verbogen und überhaupt…) und natürlich steckte die eine Schlüsselhälfte immer noch im Schloss, was, wie sich der aufmerksame Leser eventuell denken kann, nicht unbedingt die optimalste Situation ist. Erste Beratungen waren fruchtlos, immerhin wagte jemand die Vermutung zu äußern, dass es irgendwo noch einen Zweischlüssel gäbe, wobei der in der aktuellen Lage ohnehin nichts brächte. Daraufhin eilte ein eifriger Kollege mit verschiedenen Magneten herbei und versuchte vergeblich, damit das Stück Metall hervorzulocken, unter den kritischen Blicken dreier Kassiererinnen („Das schaffst du eh nicht!“ „Doch, da ist mein Lohn drin..!“). Kollegin C. schlug schließlich vor, dem Ding mit einer aufgebogenen Büroklammer zu Leibe zu rücken, um es aus dem Schloss „herauszuangeln“. Gesagt, getan.
Die folgenden zwei Minuten gestalteten sich dann etwa folgendermaßen:

Ich: *bastel* *wurschtel* *grummel* *operier*

*klick*

*stille*

C.: „Du Panzerknacker!!“

„Aus Versehen“ hatte ich gerade erfolgreich meine eigene Kasse geknackt und durfte mir nun allerlei Mutmaßungen seitens meiner Kollegen über meinen hauptberuflichen Broterwerb anhören…
Einzig das Stück Schlüssel zeigte sich gänzlich unbeeindruckt und verblieb immer noch an Ort und Stelle. Also beschloss ich, schwerere Geschütze aufzufahren und griff zum Schraubenzieher! Ehrfürchtiges Niederknien bitte!
Wie sich die fröhliche Heimwerkerstunde dann gestaltete, sei hier nicht näher ausgeführt, nur dass nach dem Wiederzusammenbau irgendein vorwitziges Metallstück übrig blieb (so fühlt es sich also an, wenn man Möbel eines gewissen schwedischen Möbelhauses zusammenbaut…) und ich im Umgang mit dem Dietrich mittlerweile hervorragend geschult war. Und dass die Schlüsselhälfte selbstverständlich immer noch an Ort und Stelle war.

Da am Ende meiner Schicht niemand wusste, was man sonst noch tun könnte, wurden die Beratungen bezüglich des weiteren Vorgehens vorerst vertagt.

Nach uns die Sintflut…

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Her mit dem Rabatt, oder ich rufe die Polizei!  (Tage des Jammers ;-)) Verfasst: Dienstag, den 17. November 2009 17:23

Seit einiger Zeit arbeite ich in einem örtlichen Geschäft. Dort sitze ich dann gut gelaunt an der Kasse und habe für jeden ein nettes Lächeln und ein freundliches Wort übrig – für fast jeden!
Bei uns kann man so allerlei kaufen, unter anderem auch Weine. Bei denen gibt es hin und wieder Aktionspreise: man kauft einen ganzen Karton, also sechs Flaschen, eines bestimmten Weines und bezahlt davon nur fünf Flaschen.
„Klasse, da geh ich gleich mal hin!“, sprach da ein rüstiger Weinliebhaber, als kürzlich in unserer Werbung diese Aktionspreise lang und breit angepriesen wurden. Doch die Vorfreude des guten Mannes, in dessen Augen bereits die Weingläser leuchteten, wurde leider getrübt, als er feststellen musste, dass sich der Aktionspreis nur auf 6 Flaschen einer gleichen Sorte Wein bezog, nicht jedoch auf eine bunte Zusammenstellung von sechs verschiedenen Aktionsweinen, wie ihm der Wein-Fachmann des Hauses bedauernd mitteilte.  Frustriert, da sowohl um Wein, als auch um Rabatt gebracht, stürmte der Weinliebhaber daraufhin gen Ausgang, fand jedoch im Vorbeirauschen noch genug Zeit, seinen Unmut an der unschuldigen Kassiererin, meiner Wenigkeit, auszulassen:

RÜSTIGER WEINLIEBHABER (aufgebracht): Finden Sie das nicht etwas sehr kleinlich, dass Ihre 5+1-Aktion nur auf Weine der gleichen Sorte beschränkt ist?
KASSIERERIN (zögernd): Ääh…
RÜSTIGER WEINLIEBHABER: Das geht aus Ihrer Werbung jedenfalls so nicht hervor, das ist ja sehr hinterfotzig, geradezu Betrug am Kunden ist das! Das wird auf jeden Fall noch Folgen haben, ich werde mich bei denen da oben mal über Sie beschweren, geben Sie das der Marktleitung ruhig so weiter!

Abgang rüstiger Weinliebhaber unter weiteren Unmutsbekundungen

Das war an einem Samstag. Am Montag hatte ich frei, so durfte ich mir am Dienstag die Fortsetzung der Geschichte von einer Kollegin anhören:
Unser Weinliebhaber hatte nämlich zuhause einen genialen Schlachtplan ausgetüftelt. Mit diesem im Hirn betrat er erneut die unwürdigen Hallen des Betrugs, belästigte erneut den Weinfachmann des Hauses und verlangte schließlich den Chef zu sprechen. Der kam dann auch, sah, und siegte… nicht! Stattdessen ließ er sich um des lieben Friedens willen dazu weich klopfen, dem guten Mann auch einen gemischten Karton zum Aktionspreis zu verkaufen. Prima, Sache erledigt, allgemeines Aufatmen, halleluja!...
…sollte man meinen, nur liegt die Getränkeabteilung dummerweise am anderen Ende des Ladens, d.h. man bekommt an der Kasse davon, was dort so vor sich geht, nichts mit und noch dummerweiserer hatte der Chef keinen irgendwie gearteten Vermerk beigegeben, der den Kassiererinnen einen Hinweis darauf geben könnte, dass der Karton zum reduzierten Preis rausginge.
Stattdessen schlug nun die ganz große Stunde unseres Weinliebhabers: als die Kollegin gerade ihre Finger ausstreckte, um jede Flasche aus dem Karton zu nehmen und einzeln abzuscannen (was einen Mehrpreis von ca. 3 Euro bedeutet hätte), fing der gute Mann an, Zeter und Mordio zu schreien, dass man ihm den reduzierten Preis zugesichert hätte, was das denn hier für ein Laden sei, Betrug, hinterfotzig, Folgen, beschweren, oben, usw.
Als die Kollegin kühl darauf hinwies, dass sie erst beim Chef nachfragen müsse, sonst könnte ja jeder kommen und einen billigeren Preis verlangen, zog der Held der Stunde nun seinen ganz großen Trumpf aus der Tasche: „Sie geben mir jetzt sofort den reduzierten Preis – oder ich rufe die Polizei!“

*blitz* *donner*

Keine Ahnung, warum unser Weinliebhaber ausgerechnet der örtlichen Polizei unsere Weine empfehlen wollte, jedenfalls war das eindeutig zuviel der Ehre, die Kollegin sagte, nachdem sie ihren Unterkiefer wieder vom Boden eingesammelt hatte, nichts mehr und gab dem triumphierend grinsenden Herrn die sechste Flasche umsonst mit.

Wohl bekomm’s!

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Mutter, Kind und Ball  (Fotografie: Städteimpressionen) Verfasst: Freitag, den 13. November 2009 15:40

Blog von apres : après - Danach, Mutter, Kind und Ball

Alter Friedhof, Freiburg

Wie gut, dass ich vor meiner Rückkehr in die Provinz noch einmal eine Foto-Tour über diesen wunderschönen Ort gemacht habe und wie noch viel besser, dass ich mittlerweile immer regelmäßig meine Bilder auf einer externen Festplatte sichere!

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Murmeln  (Fotografie: Das Besondere im Alltäglichen) Verfasst: Sonntag, den 18. Oktober 2009 21:16

Blog von apres : après - Danach, Murmeln

Beim Ausmisten gefunden und abgelichtet ;-)

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Kommunikationsprobleme deluxe - Heute  (Tage des Jammers ;-)) Verfasst: Mittwoch, den 01. Juli 2009 17:46

Am nächsten Tag rief dann auch tatsächlich jemand an, nämlich Herr R, der bereits bekannte Kollege des Erkrankten und die Situation konnte zumindest teilweise aufgeklärt werden, wenn auch nicht gerade zur Freude von Mademoiselle. Aber immer schön der Reihe nach:

Mademoiselle hatte die Wohnung fristgemäß zum 1. August gekündigt, jedoch meinten ihre Vermieter, sollte sich schon früher ein Nachmieter finden, könne sie bereits früher ausziehen. Anfang Juni meldete sich dann der Herr L, um die Sache ins Rollen zu bringen, kurz darauf wurde auch schon ein Besichtigungstermin für potentielle Nachmieter vereinbart. Dieser fand auch statt und beide Kandidaten füllten ihre Formulare aus und sagten, sie würden die Wohnung ab dem 1. Juli übernehmen. So weit so gut, hätte man nun denken können. Leider war dem ganz und gar nicht so, da die ganze Angelegenheit nach diesem Termin offenbar zum Erliegen kam, aus welchen Gründen auch immer, wovon Mademoiselle après und offenbar auch sonst niemand leider nicht die leiseste Ahnung hatte. Daher ging Mademoiselle davon aus, dass sich alles zur vollsten Zufriedenheit aller Beteiligten entwickelt hätte und kündigte schon mal den Überweisungs-Dauerauftrag für die Miete, denn spätestens als der Termin für die Schlüsselübergabe für den 30. Juni festgelegt worden war, hätte man ja wohl mit Fug und Recht davon ausgehen können, dass die Sache nun geregelt und in trockenen Tüchern war.

Tja, wie bereits erwähnt, war dies also nicht der Fall. Ob die Formulare der Nachmieter-Kandidaten überhaupt je den Vermieter erreichten, entzieht sich der Kenntnis aller Beteiligten, fest steht nur, dass Herr R, der im Verlauf der letzten Woche sämtliche Aufträge des Herrn L übernahm (so erklärte sich dann auch die Weiterleitung auf die Mailbox von R), erst Kenntnis von dieser Sache erlangte, als ihn vor einigen Tagen eine der beiden Kandidatinnen anrief und nachfragte, wie es denn mit der Schlüsselübergabe für die Wohnung aussähe. Herr R wusste wie gesagt von nichts und fand auch keine Papiere, geschweige denn einen unterschriebenen Mietvertrag, die ihm irgendwelche Anhaltspunkte liefern konnten, worum und um wen es da ging. Offenbar kam tatsächlich erst durch den ins Wasser gefallenen Termin gestern (übrigens wörtlich zu nehmen, da der brütenden Hitze am Nachmittag noch ein ordentliches Gewitter folgte) und den damit einhergehenden Anrufen im Büro der Herren L und R etwas mehr Licht in die Sache.

Die aktuelle Situation stellt sich also folgendermaßen dar:

- es gibt keine aufschlussreichen Papiere über die Angelegenheit
- es steht kein Nachmieter fest
- demzufolge bin ich noch Mieterin und muss nun für diesen Monat auch noch Miete zahlen, von dem Geld, was schon fest für die Rückzahlung des Studienkredites eingeplant war
- Herr R, der die Sache jetzt in die Hand genommen hat, versucht nun einen Nachmieter zu finden, der optimalerweise schon zum 15. Juli einzieht
- der neue Termin für die Abnahme wurde auf den 9. Juli festgelegt
- Ich bin leicht genervt
- Meine Eltern sind sehr genervt

Immerhin herrscht jetzt mehr oder weniger Klarheit und man darf davon ausgehen, dass die Sache nun zuverlässig und hoffentlich auch zügig zu Ende gebracht wird.


Ich liebe es, wenn ein Plan funktioniert… *schnaub*

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